PAOLO PELLEGRIN UN’ANTOLOGIA Deichtorhallen Hamburg

Nordostküste Japans nach dem Erdbeben im März 2011, das zur Reaktorkatastrophe von Fukushima führte.

Paolo Pellegrin zählt zu den bekanntesten Dokumentar- und Kriegsfotografen weltweit. Der Gewinner zahlreicher Fotopreise und der Capa Goldmedaille ist seit 2001 Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum Photos.

Die Ausstellung PAOLO PELLEGRIN – UN’ANTOLOGIA im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg wirft ein neues Licht auf die kreative Vision des italienischen Fotografen. In über 200 Bilder und Videomaterial blickt er auf zwanzig Jahre seiner Karriere zurück.

Herzstück der Ausstellung „Un’Antologia“ sind aber seine Fotos, die vor allem geprägt sind von Empathie und Authentizität. Diese Eigenschaften seiner Aufnahmen berühren, ziehen in den Bann. Pellegrins Fotos richten den Blick auf das durch Kriege und Fanatismus verursachte Leid, aber auch auf die Schönheit der Welt. Seine Fotos zeigen den Kampf in den einst vom IS kontrollierten Gebieten des Nahen Ostens, die angstvollen, verstörten Blicke der Kinder, die Trauer der Mütter. 

Pellegrins in Hamburg ausgestellte Aufnahmen von Bergen, Seen, von der Meeresbrandung zeugen von seiner Sorge um die Natur, von seiner Auseinandersetzung mit Umweltzerstörung und Klimawandel.

Rücksicht, Feingefühl, eben Empathie sind die Grundlage für seine Arbeiten. Der Fotograf versteht sich als Chronist, der das Weltgeschehen einfängt, der seinen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass sich die Dinge zum Besseren wenden.

Paolo Pellegrin „Un’Antologia“ bis 1. März 2020 im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen.
Alle Fotos © Paolo Pellegrin

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