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Metropolitan Museum beginnt Bau des neuen Tang Wings für zeitgenössische Kunst

Nach Angaben des Metropolitan Museum of Art hat am 15. September die Grundsteinlegung für den neuen Tang Wing für Moderne und Zeitgenössische Kunst stattgefunden.

aktualisiert 17. September 2026

Metropolitan Museum beginnt Bau des neuen Tang Wings für zeitgenössische Kunst

Grundsteinlegung am Metropolitan Museum: Neuer Flügel für Moderne und Zeitgenössische Kunst

Das fünfgeschossige Gebäude soll rund 11.700 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten und 2030 eröffnen. Geplant wurde der Anbau von der mexikanischen Architektin Frida Escobedo, die damit in der 156-jährigen Geschichte des Museums den ersten von einer Frau entworfenen Flügel verantwortet.

Anschlüsse an einen vielschichtigen Bestand

Die bauliche Aufgabe lässt sich klar benennen. Das Metropolitan Museum ist über mehr als ein Jahrhundert in verschiedenen Etappen gewachsen – jeder Trakt hat eigene Geschosshöhen, eigene Tragwerke und eigene Fassaden. Ein Anbau in dieser Lage muss nicht nur Fläche schaffen, sondern Übergänge: zwischen ungleichen Strukturen, zwischen Innen und Park, zwischen Bestand und Erweiterung.

Escobedos Entwurf verfolgt nach Angaben des Museums genau dieses Ziel. Der Tang Wing soll das Haus stärker zum Central Park und zum Upper East Side hin öffnen. Geplant sind offenere Zugänge und eine neu gestaltete Landschaftsarchitektur rund um den Flügel. Museumsdirektor Max Hollein sprach im Rahmen der Zeremonie von einem neuen Kapitel in der Geschichte des Hauses. Der Flügel solle mehr sein als zusätzliche Galerieräume, nämlich ein neuer Blick auf die Kunst der Gegenwart im Dialog mit den vorhandenen Sammlungen. Escobedo selbst bezeichnete das Projekt als das ambitionierteste Vorhaben ihres Studios.

Finanzierung, Zeitplan und was zu beobachten bleibt

Für Bau und Betrieb des Flügels hat das Museum nach eigenen Angaben bislang 670 Millionen US-Dollar eingeworben. Den Namen trägt der Trakt nach dem Finanzier Oscar Tang und seiner Frau, der Archäologin und Kunsthistorikerin Agnes Hsu-Tang. Das Paar steuerte 125 Millionen Dollar bei – nach Angaben des Museums die größte Einzelspende in dessen Geschichte.

Die Eröffnung ist für 2030 angekündigt. Bis dahin bleibt aus baufachlicher Sicht vor allem eines zu beobachten: wie Escobedo die Anschlüsse zwischen Alt und Neu im Detail ausführt. Fundamentierung neben bestehenden Gründungen, Höhenversprünge an den Schnittstellen, Materialwechsel zwischen Kalkstein, Glas und möglicherweise Sichtbeton – das sind die Stellen, an denen ein Projekt dieser Größe später entweder selbstverständlich wirkt oder auffällt. Auch die Frage, wie weit der Flügel tatsächlich zum Park hin geöffnet wird und wo die Grenze zwischen Museum und öffentlichem Raum verläuft, wird sich erst anhand der künftigen Planungen und Modelle beurteilen lassen.

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