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The House: Wenn Mode, Design und Architektur in London verschmelzen

Nach Angaben des Branchendienstes WebWire hat der Londoner Luxushändler Browns gemeinsam mit der Designplattform SEEDS das Projekt THE HOUSE eröffnet.

aktualisiert 19. September 2026

The House: Wenn Mode, Design und Architektur in London verschmelzen

Im eigenen historischen Stadthaus in London entsteht eine begehbare Installation, die das Gebäude zwischen Showroom und Wohnraum neu vermisst. Mode, sammelwürdiges Design und Architektur greifen dabei ineinander.

Vom Ritual zum Raumprogramm

Die Gliederung folgt nicht den Etagen, sondern fünf alltäglichen Handlungen: ankommen, empfangen, kleiden, versammeln, zurückziehen. Jeder dieser Begriffe definiert ein eigenes Raumprogramm mit klarer Proportion und Belichtung. Die Designobjekte übernehmen darin architektonische Funktionen: Sie teilen Räume, fassen Blickpunkte und gliedern Bewegungslinien. Statt vereinzelter Ausstellungsstücke stehen sie als gebaute Eingriffe im Bestand.

Drei Studios, drei Eingriffe

Das Berliner Studio YONT, gegründet von Serdar Ayvaz und Coşan Karadeniz, arbeitet an der Schnittstelle von Möbel, Innenraum und Szenografie. Für THE HOUSE baut es eine skulpturale DJ-Kanzel, die den Hauptraum in eine Bühne für Musik, Zuhören und Gespräch verwandelt. Das Objekt definiert, wo gespielt, gestanden und gehört wird – eine plastisch gefasste Raummitte mit akustischer Programmierung.

Der Londoner Designer James Shaw ist bekannt für seine Plastic-Baroque-Serie, in der er mit selbst entwickelten Werkzeugen recycelte Kunststoffe verarbeitet. Seine Arbeiten sind unter anderem in den Sammlungen von MoMA, V&A, Design Museum Gent und Museum of London vertreten. Für THE HOUSE baut er eine zusammengehörige Anordnung aus Bar, Hockern, Spiegeln und Gefäßen, die Farbe und Materialforschung in den Wohnkontext bringt.

Studio Stanley aus Los Angeles, gegründet von George Stanley McGraw, arbeitet mit Licht, Elektrizität und Material. Handgebogenes Glas und Neon verbinden sich mit Terrakotta, Acryl, Aluminium und Chrom. McGraw bringt fünfzehn Jahre Erfahrung aus der Wasser- und Energieinfrastruktur ein und behandelt Strom sowohl als physische Kraft wie als sichtbares System. Das Ergebnis sind Objekte, die harte Industriewerkstoffe weich erscheinen lassen und elektrische Leitung als gestalterisches Element zeigen.

Eingebettet in den Londoner Herbst

THE HOUSE ist zeitlich auf das dichte Londoner Kulturprogramm des Herbstes abgestimmt: London Design Festival, London Fashion Week, Frieze und PAD fallen in dieselbe Phase. Browns-Geschäftsführerin Rachel Costa beschreibt das Projekt als Erweiterung des klassischen Luxus-Einzelhandels um eine immersive Fläche, in der Mode, Design und Architektur als zusammenhängende Disziplinen auftreten.

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