Architecture & Design Film Festival zieht für die 18. Ausgabe ins New Yorker MoMA
Wie das Architekturfachportal e-architect meldet, richtet das Architecture & Design Film Festival (ADFF) seine 18.

Ausgabe erstmals im Museum of Modern Art in New York aus. Für die Saison 2026/2027 wurde das Programm nun vorgestellt; im Zentrum der Ankündigung steht die Weltpremiere eines Porträtfilms über den Pritzker-Preisträger Smiljan Radić, realisiert vom Dokumentarfilmduo Bêka & Lemoine.
Ein neuer Rahmen für das Festival
Mit dem Wechsel ins MoMA tritt das ADFF an einen Ort, der Architektur seit Jahrzehnten als eigenständige Disziplin verhandelt. Das Haus verfügt über eine eigene Architektursammlung, die von den Anfängen der Moderne bis zur Gegenwart reicht und regelmäßig durch Wechselausstellungen zu aktuellen Positionen ergänzt wird. Für ein Festival, das sich ausschließlich dem bewegten Bild über das Bauen widmet, ist dieser Spielort programmatisch gewählt. Die Vorführungen treten gewissermaßen als Erweiterung der Ausstellungsfläche auf – nur mit einer anderen zeitlichen Schichtung, in der Statik, Material und Begehung nicht stillstehen, sondern im Schnitt weiterlaufen.
Bêka & Lemoine über Smiljan Radić
Im Mittelpunkt der angekündigten Premiere steht ein Film über den Architekten Smiljan Radić. Das Duo Bêka & Lemoine arbeitet seit Jahren in einem dokumentarischen Format, das Architektinnen und Architekten direkt am Modell, am Bau oder im Gespräch begleitet – häufig ohne erklärenden Off-Kommentar, immer nah an der Handlung. Für Leserinnen und Leser, die Radićs Bauten bisher nur aus Büchern oder Ausstellungskatalogen kennen, eröffnet der Film die Möglichkeit, dessen Arbeitsweise in Bewegung zu sehen: also jene Entscheidungen zu Material, Maßstab und Fügung sichtbar zu machen, die jeder gebauten Linie vorausgehen und im fertigen Bau oft wieder verschwinden.
Was bei der Reiseplanung zu beachten ist
Das vollständige Programm mit allen Spielterminen, Sälen innerhalb des MoMA und Ticketmodalitäten wird über die offiziellen Kanäle des Festivals veröffentlicht. Wer ohnehin eine architekturbezogene Reise nach New York plant, kann Museumsbesuch und Filmvorführung sinnvoll bündeln. Die Dauerausstellung zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts und das aktuelle Filmprogramm ergänzen sich thematisch und lassen sich an einem Tag miteinander verbinden. Sinnvoll ist eine Reihenfolge, die am Vormittag die Dauerausstellung und am Nachmittag oder Abend die Vorführungen vorsieht – vorausgesetzt, die Spielzeiten werden frühzeitig in den Tagesablauf eingeplant und die Anreise zum Museum rechtzeitig einkalkuliert. Für Fotointeressierte bietet die Kombination zudem die Möglichkeit, ausgestellte Modelle, Pläne und die filmische Übersetzung von Architektur im Bild zusammenzuführen.